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Eine Webseite sollte schnell sein. Ob diese schnell sein muss, diese Anforderung sollte jeder Webseiten-Betreiber für sich selbst entscheiden. Unsere Meinung dazu: ein klares Ja – eine Webseite muss schnell sein und das ohne wenn und aber. Allein schon deshalb, um zum einen die Nutzerfahrung hoch zu halten, denn wer wartet schon gern lange, bis die Seiten sich aufbauen, womöglich noch Pixel für Pixel und auch Google mag schnellere Webseiten deutlich lieber als langsame.

Daher wiederhole ich es: eine Webseite sollte nicht nur, sie muss schnell sein!

Inwieweit diesen Unterschied Google in die Sichtbarkeit der einzelnen Websites bei sich mit einfließen lässt, das wiederum ist ein ganz anderes Thema.

Wie kann ich feststellen, ob meine Webseite schnell ist?

Aber wie kann ich nun selbst feststellen, ob meine Webseite schnell ist. Dazu muss als erstes die Webseite online sein. Bevor sie das jedoch ist, braucht es in aller Regel einen Provider, nutzt man dafür nicht einen eigenen Server, denn dann hätte man diese Thematik selbst in der Hand.

Allerdings ist das System installiert und die Webseite bereits online, dann wurde die Entscheidung für einen Provider längst getroffen und man kann nur hoffen, falls Handlungsbedarf besteht, dass der Support dort auch das hält, was in vielen Fällen auf den Seiten der jeweiligen Provider auch versprochen wird. Allein hierzu könnte ich ein ganzes Buch mit meinen eigenen Erfahrungen schreiben, aber auch das ist wieder ein anderes Thema. Jedoch das noch dazu, denn auch hier gilt: Je günstiger die Gebühren für das Webhosting-Paket, um so weniger Qualität darf man erwarten.

Welche Parameter in Sachen Schnelligkeit lege ich an?

Eine allgemeine Meinung besagt, dass Antwortzeiten von um die 100 Millisekunden gar nicht als Verzögerung wahrgenommen werden, sondern das als unmittelbare Antwort empfunden wird.

Antwortzeiten von um die 500 Millisekunden gelten als akzeptabel und sehr viel darüber sollten die Zeiten gar nicht liegen. Kommen wir aber in den Bereich von 1 Sekunde oder womöglich noch höher, so gilt das schon als langsam und es bleibt dann nur zu hoffen, dass es dem einzelnen User nicht zu lange dauert.

Empfehlen würde ich, neben der Startseite, zuallererst die Unterseiten auf ihre Antwortzeiten hin zu testen, die am Meisten aufgerufen werden und dann dort mit der Optimierung zu beginnen.

Wie kann ich aber nun überprüfen, wie zuverlässig mein Provider bzw. das von mir dort gehostete Projekt erreichbar ist? Wie gut sind die Leistungen, die mir dort zur Verfügung gestellt werden, sind diese ausreichend, wie lang bzw. besser wie kurz sind beispielsweise die Antwortzeiten des von mir genutzten Servers. Dafür gibt es eine Möglichkeit, das zu überprüfen, diese nennt sich APDEX.

Was bedeutet APDEX?

Für eine Auswertung mit Hilfe von APDEX werden zuerst einmal Daten erfasst; viele Daten, je mehr und länger, um so besser, um dann daraus ableiten zu können, wie langsam oder schnell der Server tatsächlich ist.

Um nicht durch eine Unmenge von Zahlen überfordert zu werden, gibt es einen weit verbreiteten Standard, den APDEX Score. Dieser ermittelt, wie gut oder eben schlecht die Antwortzeiten der einzelnen, gemessenen Seiten sind, bis zu der, der Webseiten-Besucher seine Antwort erhält. Diese Ergebnisse werden in 3 Klassen unterteilt.

  1. Die Antwort war schneller als 100ms somit ist die Empfindung des Besuchers eine überaus positive, nimmt er doch diese Zeitspanne als unmittelbare Antwort wahr.
  2. Die Antwortzeit ist schneller als 4 x 100ms und gilt im allgemeinen als noch erträglich oder besser formuliert, als durchaus zufriedenstellend und sicherlich ausreichend.
  3. In der 3. Klasse sind die Antworten langsamer als in den oben genannten oder anders formuliert, die Antwortzeiten sind deutlich zu langsam.

Sicherlich ist es wünschenswert, dass sämtliche Abfragen der 1. Klasse zugeordnet werden können; in der Praxis eher unrealistisch, da die meisten Antwortzeiten wohl eher langsamer sein werden.

Wie errechnet sich der APDEX Score?

Dazu werden jeweils die Anteile der einzelnen Anfragen gewichtet. Der Anteil der Abfragen für die 1. Klasse + der Anteil der Abfragen der 2. Klasse, wobei diese nur zur Hälfte gewertet werden, weil man davon ausgeht, dass hier auch nur die Hälfte der User damit zufrieden ist.

Als Ergebnis erhalten wir dann den APDEX Score, dessen Wert zwischen 0 und 1 liegt. Wobei 1 für eine perfekte Antwort steht und 0 dafür, dass jede Antwort langsamer als 400 Millisekunden war und somit inakzeptabel ist.

Natürlich sollte dieser Wert allein mit Vorsicht betrachtet werden, denn es kommt auch auf die Verteilung der Antwortzeiten innerhalb der einzelnen Klassen an.
Nehmen wir an, wir haben einen APDEX Wert von 0.80. Das kann zum einen bedeuten, 80% der Anfragen sind super schnell und in der 1 Klasse und nur 20% sind der 2. Klasse zuzuordnen oder aber wir haben nur 60% superschnell und die restlichen 40% sind der 2. Klasse zuzuordnen. Beide Male ergäbe 0.8 aber mit doch eher recht unterschiedlichen Wahrnehmungen der Webseiten-Besucher.

Website-Monitoring mit updown.io

Fazit und die Lösung zur Ermittlung des APDEX Score

Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass die Ermittlung des APDEX Score nicht ganz einfach selbst zu bestimmen ist. Um dies zuverlässig zu tun, gibt es Anbieter wie updown.io, die das recht einfach für uns erledigen.

Die Ermittlung des APDEX Score über updown.io

Eine Anmeldung bei updown.io ist schnell erledigt. Benötigt werden eine E-Mail-Adresse und Passwort und schon kann es mit der Ermittlung des APDEX Score Website-Monitoring bei updown.io für die eigene Webseite los gehen.

Nach der Anmeldung bei updown.io wird zunächst die URL der zu überwachenden Webseite eingetragen. Standardmäßig ist hierfür eine APDEX Schwelle von 0.25 Sekunden vor belegt, was schon relativ exigent ist. Empfehlen würde ich hier etwas weniger dringlich zu wählen und habe es für mich auf 0,50 Sekunden eingestellt. Aber auch hier gilt: jeder wie er mag oder welche Anforderungen er stellt.

Als Einstieg bekommt man automatisch 100.000 Credits von updown.io geschenkt. Das reicht fürs erste etwas über einen Monat bei 2 Abfragen pro Minute und anschließend lässt sich der Service direkt bei updown.io kostengünstig verlängern.

Bei Vorhandensein und Bedarf lassen sich weitere Webseiten zur Überwachung hinzufügen, denn es gibt mehrere Gründe, die eine Webseite verlangsamen können, sodass empfohlen wird, auch alle Webseiten, selbst wenn diese beim selben Provider, sogar auf dem selben Server liegen sollten, in die Überwachung mit einzubeziehen.

Für die wichtigsten Projekte wird dann ein Zeitintervall von 30 Sekunden bis maximal eine Minute empfohlen. Für die übrigen, weniger wichtigen Webseiten reicht ein Zeitintervall von 5 bis 10 Minuten, um auch dafür auf etwaige Server-Probleme aufmerksam gemacht zu werden. Und selbstverständlich verbraucht dieser höhere Zeitintervall um einiges weniger Credits.

Super Service: updown.io informiert über ablaufende SSL Zertifikate

Perfektes Timing, exakt passend zur Veröffentlichung dieses Artikels erreichte mich eine Nachricht von updown.io, dass in 30 Tagen ein SSL Zertifikat einer unserer Domains abläuft.

updown.io informiert über ablaufende SSL Zertifikate

Zwar hätte ich mir diese Information von meinem Provider gewünscht, aber nichts ist offensichtlich perfekt, denn von dort hörte und las ich zu dem bevorstehenden Ablauf des SSL Zertifikates absolut gar nichts.

Wer Interesse daran hat, wie der Verlauf des APDEX Score meines TechBlog tekshrek.com ausschaut, diesen habe ich auf öffentlich gestellt, schaut es euch gern an.

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